Life Science

Diagnostik

In der medizinischen Diagnostik ist der Transport flüssiger Substanzen wie Blut, Urin, Speichel – zuzüglich der für den Test notwendigen Reagenzien – wichtig, um erste Schnelltests oder bereits vertiefende Untersuchungen in Krankenhäusern und Laboratorien durchzuführen.

Auch hier spielen unsere Mikropumpen dank der geringen Baugröße ihre Vorteile aus und beschleunigen Analysen mitunter extrem, liefern zugleich zuverlässige Ergebnisse und überzeugen durch kurze Durchlaufzeiten.

Das können lebenserhaltende Aspekte sein, wenn es darum geht, den Zustand eines Patienten schnellstmöglich zu beurteilen, um daraufhin diagnostische Entscheidungen treffen zu können.

Identifikation von MRSA und COVID-19 Viren​

MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) wird im Volksmund auch Krankenhauskeim genannt, weil er dort aufgrund der häufigen Verabreichung von Antibiotika besonders häufig auftritt.

Es gibt aber auch andere multiresistente Erreger die unsere Gesundheit bedrohen. Daher wird es immer wichtiger, resistente Krankenhauskeime schnell zu erkennen und zu bekämpfen.

Zu diesem Zweck haben wir gemeinsam mit GreinerBioOne ein Testportfolio entwickelt, das einen schnellen Nachweis aller relevanten Krankenhauskeime ermöglicht. Vertrieben wird das portable Gerät durch GenSpeed Biotech.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Labor auf dem Chip

Lab-on-a-Chip bezeichnet ein System, das die Funktionalität eines makroskopischen Labors auf ein scheckkartengroßes Kunststoffsubstrat verdichtet.

Mit Hilfe mikrofluidischer Funktionselemente werden dort kleinste Proben gefördert, gemischt, gefiltert, getrennt, inkubiert und analysiert. So können mehrere Indikatoren gleichzeitig überprüft und direkt optisch ausgewertet werden.

Gemeinsam mit Partnern haben wir im Projekt Physiocheck eine mobile Analyseeinheit für Körperflüssigkeiten realisiert, in der auch die Mikropumpen zum Einsatz kommen. Und das alles in der Größe eines Objektträgers.

 

Zellkultivierung​

In der Biotechnologie ist das Anlegen von Zellkulturen ein wichtiges Element. Dies gilt für Bioreaktoren, die über Zellen biologische Substanzen erzeugen und auch für Zell-Systeme die z.B. als Testsystem für die Wirkung von Pharmaka genutzt werden.

Als Beispiel kann „Organ on Chip“ genannt werden: Die Kultivierung ganzer Zell-Linien soll vergleichbares Zellmaterial für Untersuchungen zur Verfügung stellen. Damit die Zellen ihre Aufgaben erfüllen, müssen sie in den Bioreaktoren entsprechend versorgt werden. Dazu gehören die passenden Temperatur- und Lichtverhältnisse, als auch die Nährstoffversorgung (z.B. Glukose) oder die Zugabe von Wachstumsförderern oder -inhibitoren.

Viele Aufgaben können durch automatische Pumpsysteme erfolgen, die einer rein manuellen Dosierung in Qualität und Komfort überlegen sind. Unsere Mikropumpen können aufgrund der kleinen Bauform, geringen Energieanforderungen und langen Lebensdauer sehr nah an den Reaktoren platziert werden. Auch die Platzierung im Inkubator ist damit leicht aufzubauen.

Gewebezucht​

Beim Tissue Engineering geht es um die künstliche Herstellung von biologischen Geweben durch die gerichtete Kultivierung von Zellen. Ein faszinierendes Thema der Medizintechnik. Bereits heute lassen sich so Knorpel oder andere beschädigte Strukturen züchten.

Forscher gehen davon aus, dass zukünftig ganze Organe auf diesem Wege wachsen könnten. Unsere Mikropumpe kommt während des Heranwachsens der Zellen beispielsweise in Bioreaktoren zum Einsatz, um die wachsenden Gewebeteile mit Nährflüssigkeiten zu versorgen.

Benetzung von Netzhaut-Transplantaten: Netzhaut-Transplantate werden vom Spender zum Empfänger in speziellen Boxen transportiert. Während des Transportes müssen die Transplantate permanent befeuchtet werden. Auch hier kommt die Mikropumpe zum Einsatz.

Sensor-Anströmung

Nicht nur die geringen Abmessungen erlauben es, unsere Mikropumpen als Einheit mit dem Sensor als integrierte Baugruppen zu betreiben. Unsere Pumpen verbrauchen darüber hinaus auch noch sehr wenig Strom und ermöglichen so den problemlosen Batteriebetrieb, um kleine, mobile Geräte betreiben zu können.

Je nach Kundenwunsch können wir die Elektronik dann entweder in die Systemelektronik integrieren oder in ein vergrößertes Pumpengehäuse einbauen.

Die Einsatzbereiche dieser „Versorgung“ des Sensors reichen dann von der Blutzuckermessung über die Blutdruckmessung, die Blutsauerstoffsättigung bis zur Überwachung und Kontrolle von Anästhesiegasen.